Accept Cookies?

Erhöhter Säurewiderstand

  • Im Vergleich zu anderen Zementen weist Slagstar® einen bis zu viermal so hohen Widerstand gegen lösende Angriffe (z.B. durch Säuren, weiche Wässer,…) auf.
  • In Langzeittests zeigt Slagstar®-Beton einen bis zu 76% höheren Widerstand gegen Säureangriff als Beton mit vergleichbarem Portlandzement.
  • Slagstar® ist daher das ideale Bindemittel bei zu erwartenden lösendem Angriff auch bei Ausführung massiger Bauteile (z.B. „Weiße Wannen“ mit der zusätzlichen Expositionsklasse XA2/XA3).
  • Slagstar®-Beton ist daher ideal für Anwendungen im Bereich des Siedlungswasserbaus oder im Bereich Biogas
Erhöhter Säurewiderstand

Details: Erhöhter Säurewiderstand
In zahlreichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass Beton- bzw. Mörtelproben mit Slagstar® bei Säureangriff einen wesentlich höheren Widerstand aufweisen als Vergleichsproben mit herkömmlichem Zement. Für die nachfolgend dargestellte Säurewiderstandsprüfung wurden Mörtelprismen (40x40x160 mm, w/b=0,38) aus einem CEM I 32,5 C3A-frei, CEM III/B 32,5 N Zement und Slagstar® hergestellt und nach dem Entformen bis zum 28. Tag unter Wasser von 20°C und dann in Essigsäurelösung von pH=3,5-4,0 gelagert. Die Druckfestigkeiten nach 28, 35, 132 und 242 Tagen bzw. die Zerstörungen nach 35 Tagen Lagerung in Essigsäure sind nachfolgend tabellarisch und bildlich dargestellt.

Druckfestigkeiten
in MPa

CEM I
32,5 C3A-
frei

CEM III/B
32,5 N

Slagstar®
42,5 N
C3A-frei

Wasserlagerung
nach 28 Tagen

72,8

95,2

106,0
Essigsäurelagerung
nach 35 Tagen
nach 132 Tagen
nach 242 Tagen

zerfallen
zerfallen
zerfallen

zerfallen
zerfallen
zerfallen

51
18
zerfallen


Tabelle: Druckfestigkeiten der Mörtelprismen nach 28 Tagen Wasserlagerung und nach 35, 132 bzw. 242 Tagen Lagerung in Essigsäure



Bild: Mörtelprismen nach 35 Tagen und Slagstar® Prüfkörper nach 132 und 242 Tagen Lagerung in Essigsäure

Die Prüfkörper mit CEM I 32,5 C3A-frei und mit CEM III/B 32,5 N wurden bereits nach 35 Tagen bis zum Kern angegriffen und vollkommen zerstört.

Dagegen lag die Druckfestigkeit zum gleichen Zeitpunkt beim Prüfkörper mit Slagstar® immer noch bei 51 MPa. Auch nach 242 Tagen konnte beim Slagstar®-Prüfkörper noch ein kleiner Bereich im Kern beobachtet werden, wo der Prüfkörper bedingt durch die hohe Gefügedichtigkeit noch immer nicht angegriffen wurde. Somit dauerte die Zerstörung des Slagstar® Probekörpers 6-7-fach länger als die der Zementmörtelprismen.

Auf Grund der chemischen Zusammensetzung von Zement und Slagstar® ist dieser gravierende Unterschied bezüglich der chemischen Widerstandsfähigkeit auch theoretisch leicht erklärbar: Beim chemischen Angriff wird nämlich in erste Linie das bei der Zement- bzw. Bindemittel-Hydratation entstehende und im erhärteten Beton in Gelform eingebettete Kalziumhydroxid (Ca(OH)2) gelöst. Bekanntlich entstehen bei der Hydratation des hochsulfatbeständigen Zementes (CEM I C3A-frei) und des normalen Portlandzementes rund 24 % Ca(OH)2.

Beim CEM III/A und CEM III/B Zement wird dieser Prozentsatz durch den Hüttensandanteil vermindert, liegt jedoch noch immer zwischen 6 und 12 %. Dagegen enthält ein abgebundener Slagstar® nur geringe Mengen Ca(OH)2.

Sowohl die theoretischen Überlegungen als auch die Ergebnisse der harten Testmethoden bestätigen, dass bei starkem chemischen Angriff, - wie es bei Kläranlagen, Biogasanlagen usw. der Fall ist, - der Einsatz von Slagstar® die Lebensdauer des Betons wesentlich verlängern kann.